Hab das Spiel zusammen mit nem Englaender im Hotel gesehen. Er fand das Spiel nicht schoen, aber sowas wuerde wahrscheinlich jeder sagen dessen Team noch nicht mal qualifiziert ist…
Freitag habe ich ein bisschen Siteseeing in Bogota gemacht. Es gibt hier ein Museum mit vielen Bildern des bedeutendsten kolumbianischen Malers Fernando Botero – ich hab den Namen noch nie zuvor gehoert. Der malt ausnahmslos dicke Menschen mit Mondgesichtern. Ausserdem sind auf seinen Bildern oft Wassermelonen und Kruege. Fand ich ziemlich langweilig, aber im Nachbarsaal hingen ein paar echt interessante Bilder von Picasso, Degas und mehreren deutschen Impressionisten.
Am Samstag habe ich eine Tagestour nach Suesca gemacht, das ist das Klettermekka von Kolumbien. Es gibt hunderte Routen aller Schwierigkeitsgrade dort, alle zwischen 30 und 120 Klettermeter lang. Alles Sandstein, wie im Odenwald. Abends war ich so platt wie schon lange nicht mehr.
Heute bin ich auf einen Berg am Stadtrand gestiefelt um mal einen Ueberblick zu bekommen. Dabei fiel auf, dass Bogota einen riesengrossen Teil im Sueden hat, den Touristen nie zu Gesicht bekommen weil dort die unteren Bevoelkerungsschichten wohnen. Der reiche Nordteil, den ich waehrend meiner paar Tage hier wohl gar nicht verlassen werde macht hoechstens 30 % der Flaeche aus. (Eigene Schaetzung) Hier gibts uebrigens auch Punks, HipHoper und schraeg angezogene Leute. Ausserdem funktionierenden OePNV, noble Shopping Malls und Horden von Schlipstraegern die in der Mittagspause in schicken italienischen Restaurants Pizza mit fettreduziertem Kaese essen. Viele dieser Leute sprechen besser englisch als ich und es kommt vor, dass sich Kolumbianer einmischen wenn ich mich mit anderen Reisenden auf englisch unterhalte. Ueberhaupt sind die KolumbianerInnen unheimlich kontaktfreudig. Man wird auf der Strasse angesprochen und auch angeflirtet. Flirten ist hier allerdings eher Zeitvertreib, man sollte dem nicht zuviel Bedeutung zumessen. Sagt der Lonely Planet. Wirkt anders.
Tortellini gibts immernoch nicht, dafuer hab ich richtiges Brot gefunden. Mit importiertem Roggenmehl gemacht. Lecker.
Ich fuehl mich recht wohl hier und werde wohl einige Tage laenger bleiben als zunaechst gedacht. Morgen will ich mir ne Wissenschaftsaustellung ansehen, Dienstag geh ich (vielleicht) mal Salsa dancen. Vielleicht, weil das hier jedes Schulkind besser kann als ich, mal sehen ob ich mich trau…
Mittwoch zieh ich dann los Richtung Quito, mit nem Zwischenstopp in Popayan, damit ich keine 30 Stunden am Stuck Bus fahren muss. Die Distanzen hier sind unglaublich.
Graffitis in Bogota
Um die Daecher hab ich mich schoen drumrumgemogelt
Im Estadio El Campin ist grad Spielpause, die Bauarbeiter haben mich fuer ein paar Fotos trotzdem reingelassen.
Wenn ich es richtig verstanden hab ist das ein Selbsportrait von dem Kollegen







































